Zwei Tage später - inzwischen war etwa eine Woche seit der Niederkunft vergangen - war die Priesterin fieberfrei und verließ das Lager. Sie hatte Iliah in ein Tuch gewickelt und unternahm einen ersten Spaziergang durch das abendliche Gullminne mit ihr. Nach einer halben Stunde kehrte sie in das Haus zurück...
Khyl'Lian:
Immer noch wütend betrat Khyl'Lian das Haus der Yathtallar und raunzte einen Bediensteten an :"Ich möchte zur Hüterin! Ist sie zu sprechen?"
Ry:
"Du wünscht mich zu sprechen, Khyl'Lian?" Ry'Kah betrat hinter ihm das Haus.
Khyl'Lian:
Er drehte sich um und verbeugte sich leicht. "Xas, malla Jabbress. Es ist dringend!" Ussta Danthe.
Ry:
"Komm herein." Sie wies auf das Arbeitszimmer und wies ihm einen Platz auf dem bequemen Sofa an. Die Bediensteten barchten in aller Eile Getränke und eine leichte Mahlzeit, dann zogen sie sich zurück. "Was also kann ich für Dich tun?" Ry'Kah löste das Schultertuch, in dem sie Iliah getragen hatte und bettete das schlafende Kind auf ihren Schoß.
Khyl'Lian:
Es schmerzte den Drow, das Kind zu sehen. Zu sehr vermisste er seine Frau und seine Tochter. "Tha'Risha hat Sel Tac'Zil verlassen!" sagte er ohne Umschweife und reichte Ry'Kah das Schreiben der Jallil.
Ry:
Ry'Kah sah ihn einen Augenblick an und nahm den Brief - dann legte sie ihm das Kind in die Arme. "Halte sie einen Augenblick." Scheinbar ohne ihn weiter zu beachten nahm sie das Pergament und las.
Khyl'Lian:
Er nahm Iliah und legte sie sich "fachmännisch" in den Arm. Er vermisste seine Tochter wirklich. Die kleine Iliah schaffte es, dem Sut'Rinos ein Lächeln zu entlocken. Wut und Ärger waren in dem Moment vergessen. Seufzend wartete es auf die Reaktion der Yathtallar.
Ry:
Das kleine Mädchen griff nach einem der langen Zöpfe des hauptmanns und begann mit den weichen Haaren zu spielen und sie staunend zu betrachten...
Ry'Kah ließ das Pergament sinken und meinte leise: "Ist es also mal wieder so weit, ja?" Sie seufzte. "Ausgerechnet jetzt... Dann übernimmst Du mit Rel'Nag die Führung des Heeres. Spann die Sargtlinen so ein, wie Du es für Richtig hältst. Informiere mich, was in Gullminne passiert - ich werde da sein."
Khyl'Lian
"Asanque!" sagte der Sut'Rinos und schien nachdenklicher zu werden. "Sie hat Tha'Ya mitgenommen, malla Jabbress. Faris wusste bescheid..." Er ließ Iliah machen. "Am liebsten würde ich sie suchen gehen."
Ry:
Das Mädchen zog schließlich den Zopf zu sich heran, kuschelte sich mit der Wange daran, die Haare fest in der kleinen Hand und schloß die Augen.
"Wie lange ist sie schon fort? Einen, zwei Tage? Sie könnte überall sein, selbst wenn Du sie mit allen Soldaten der Welt suchen würdest. Wenn sie nicht gefunden werden will..." Ry'Kah seufzte erneut. Dann sah sie Khyl'Lian in die blauen Augen, die sie so mochte. "Hast Du Faris nach Ausrüstung, Reiseroute oder zumindest Absetzpunkt gefragt?"
Khyl'Lian:
Es ziepte an den Haaren, doch er ließ es weiter zu. "Nau, malla Jabbress..." Er schnaubte. "Verzeiht mir, aber ich habe mir wohl eine dickköpfige Frau ausgesucht..."
Ry:
Die Priesterin lächelte. "Nicht nur das. Du kennst doch die Geschichte Tha'Rishas, oder? Mir ist es auch erst vor einiger Zeit bewußt geworden, was das alles hier für sie bedeuten muß. Sie hat sich nach einem Zuhause gesehnt, nach einer Familie... Aber sie hat viel mehr als das bekommen. Pflichten, Lasten, die sie noch nicht allein tragen kann - ein ganzes Land! Es ist verwunderlich, dass sie nicht schon lange ausgebrochen, oder daran zerbrochen ist. Fang ein junges Pferd und sperr es in den Stall - was passiert?" Sie sah ihn ruhig an und lächelte, als sie sah, was Iliah mit ihm anstellte.
Khyl'Lian:
Er seufzte und nickte. "Ich mache mir nur Sorgen um sie. Allein. OHne Schutz. Und mit Yanni." Auf einmal wirkte der Drow-Krieger sehr verletzlich. Ussta Danthe.
Ry:
Ry'Kah erhob sich aus dem Sessel und ging hinüber zu Khyl'Lian. Sie ließ sich neben ihm nieder. "Ich auch. Aber sie ist eine Kriegerin - und wird wie eine löwin um Tha'Ya kämpfen, sollte es erforderlich sein. Sie ist so viele Jahre allein unterwegs gewesen..." Sie legte ihm ihre Hand auf die seine.
Khyl'Lian:
"Ich habe sie schon einmal fast verloren..." Er sprach nun leise. Irgendwann hob er den Kopf. Trotz stand in seinen Augen. "Sie wird zurückkommen!"
Ry:
"Daran war ich nicht ganz unschuldig..." Sie löste sanft seine seidenweichen Haare aus Iliahs Hand und strich sie ihm aus dem Gesicht. Nicht ohne Absicht berührte sie dabei seine Wange und das Ohr. "Sie wird zurückkommen. Ganz bestimmt."
Es war ein unausgesprochenes Angebot - und die Priesterin überließ es Khyl'Lian, ob und wann der es annehmen wollte. Sie erhob sich und nahm Iliah auf die Arme. "Ich bringe sie zu Bett und werde danach hier zr Verfügung stehen, falls etwas sein sollte." Damit war er entlassen und Ry'Kah tat, was sie angekündigt hatte.
Später saß sie dann im Arbeitszimmer, hatte einige Pergamente sortiert und nickte schließlich im Sessel ein...
Zephron:
Zephron war es langsam leid immer von diesen Drow verscheucht zu werden. Er ging nun direkt zum Haus dieser Ry´Kah. Vor allem wollte er wissen was Yska immer mit ihr zu tun hatte. Er stand vor der Tür und klopfte laut an, in der Hoffnung das er ohne Gewalt eingelassen werde Das Chaos maniefestiert sich in vielerlei Gestalten. Der eine mag körperlich mutiert sein, der andere mag Visionen haben, manche sind auch einfach mit einem unaufgeräumten Zimmer gesegnet.
Ry:
Ry'Kah schrak auf und erhob sich. Die Priesterin trug eine einfache schwarze Tunika und eine weiche Stoffhose, die Haare fielen ihr offen über die Schultern. Alles in Allem wirkte sie gerade viel jünger und bei weitem nicht so streng, wie sonst... Sie ging zu Tür und öffnete.
Zephron:
"Verzeiht erhwürdige Herrin. Aber hättet ihr ein paar Minuten Zeit. Ich wollte unser Gespräch von Moorgrund weiterführen." So völlig gegen seine Art, deutete Zephron eine Verbeugung an.
Kommt herein." Sie ließ ihn eintreten und wies auf die erste Tür im Flur, die in das Arbeitszimmer führte. Der Raum war in ein rötlches Licht getaucht, dass durch die aus roten Glasstücken bestehende Scheibe herienfiel und das helle Tageslicht in angenehme warme Töne brach. Ein Schreibtisch dominierte das Bild, davor ein bequemes Sofa an der Wnad gegenüber der Tür und ein schwerer Ledersessel hinter dem Schreibtisch, auf dem diverse Papiere und Karten lagen. "Nehmt Platz..." Auf einem kleinenTisch am Sofa standen Becher und eine warmgestellte Kanne mit Tee.
"Habt Dank. Ich dachte ich komme erst zu später Stunde. Nach meinen Informationen mag eure Art die Sonne nicht, sodas es mir logisch klang am Abend zu kommen. Ich werde versuchen mich kurz zu fassen. Ich bin nun schon seit einigen Tagen in euren Landen und fühle mich hier sehr wohl. Mich reizt dieses Land zudem, als dass ihr hier das Chaos akzeptiert. Wenn ich etwas für euch tun kann, so lasst es mich wissen." Zephron nahm Ry´Kah zu Ehren sogar seine Kapuze ab und lächelte.
Rel'Nag hatte das Haus der Heilung verlassen und war noch angefüllt von der Wut über das Verhalten Tristans, als er nach Hause kam. Als er jedoch sah, dass Ry'Kah Besuch hatte, zog er sich in den Wohnbereich auf der anderen Flurseite zurück. Dort legte der Krieger seine Rüstung und den schweren Gambeson ab, zog sich zurück und kehrte nach einer Weile gesäubert und umgezogen, mit leichter Hauskleidung in den Wohnruam zurück. Er räumte Rüstung, Stiefel und Gambeson weg, und ließ sich auf dem Sofa nieder.
Ry'Kah hörte am Schritt, wer da ins Haus kam - und lächelte einen Moment. Dann wandte sie die Aufmerksamkeit wieder Zephron zu. "Wie könnte ich das Chaos nicht achten, wenn die dunkle Mutter es ebenso verkörpert, wie das, was mir wiederfahren ist? Wir hatten in Moorgrund kurz gesprochen - und: Ja, wenn ich etws für Euch zu tun finde, werde ich mich bei Euch melden. Wo habt ihr Quartier bezogen?"
"Ich nahm euer Angebot die Gästequartiere zu bewohnen an. Ich hoffe dies war euch recht. Ich habe in Moorgrund von einem eurer Art gehört, der sich nicht so recht freuen kann, das Geschenk der Mutation erhalten zu haben. Ich hoffe es hat sich nichts schwerwiegenderes für ihn eingestellt?" Zephron ließ ein amüsiertes Grinsen über sein Gesicht huschen. "Ich wollte euch außerdem bitten, ob ihr eure Erlaubnis zu meinen eigenen Ritualen erteilt. Ich werde sie natürlich respektshalber außerhalb der Stadt vollziehen." Zephron sah Ry´Kah gespannt an.
Ry'kah entging die sich einschmeichelnde Art des Mannes nicht... und es mißfiel ihr deutlcih. "Mein Gespräch in Moorgrund hat euch nicht zu interessieren", meinte sie daher scharf, denn was Morkha betraf, war sie nicht ganz unbefangen. Zumal das Grinsen im Gesicht Zephrons sie verärgerte. "Eure Rituale? Was für welche und zu welchem Zweck wollt ihr Rituale durchführen?"
Nach einiger Zeit wurde der Kriger müde - sein Dienst war beendet und der lange Patrouillenritt war anstrengend gewesen. Er schob sich etwas weiter in liegende Position und schlief bald darauf ein. Zephron bemerkte, das seine Schmeicheleien nichts brachten und kam direkt zum Thema. Auch bemerkte er, das er mehr mitgebekommen hatte, als er sollte. Sein Lächeln verschwand und er wurde sofort ernst. "Ich habe vor mich näher mit den Winden der Magie zu beschäftigen. Ich will neue Wege finden sie zu meistern. Und um Kolleterallschaden bei der Bevölkerung zu vermeiden wollte ich außerhalb der Stadt üben. Desweiteren experimentiere ich auch mit Chimären bzw. den Möglichkeiten eine Person mit den Fähigkeiten und Merkmalen bestimmter Tiere zu versehen. Daher die Rituale. Ich habe nicht vor Archiemonde zu verärgern, deshalb frage ich um Erlaubnis. Wenn ich direkt mit offenen Karten spiele, so wisst ihr direkt, was ich vorhabe." Zephron schaute Ry´Kah nun ernst und ohne Gemütsregung an.
Das klang schon besser. Ry'Kah musterte ihn aufmerksam und meinte nach einer Weile: "Wenn das so ist, könnt ihr das benachbarte Tal nutzen. Verlasst Gullminne gen Süden, dem Schimmerbach nach. Hinter dem Gasthaus zur Grünen Au findet ihr ein nicht häufig besuchtes Tal mit weiten Wiesenflächen und umgebendem Baumbestand - kaum einzusehen und geschützt. Dort könnt ihr Eure Rituale machen - und ih wünsche, mir einen Überblick zu verschaffen, was ihr dort tut! Um es ganz deutlich zu machen: Ich will das erste Mal dabeisein, Zephron. und wenn mir nicht gefällt, was ihr tut, war es das."
Zephron war zufrieden. Er war schon ein kleines Stück vorangekommen. "Ihr werdet dabei sein. Ich werde euch rechtzeitig informieren, wenn ich vorhabe meine ersten Experimente zu starten. Ich werde auch akzeptieren, wenn ihr es bereits im Keim erstickt. Dies ist der Grund, weshalb ich vorher um Erlaubnis frage. Wie sicher ist es, das dieses Tal nicht besucht wird? Wenn auch nur die kleinste Störung des Ritualkreises stattfindet, kann es für die betreffende Person mitunter keine Rettung mehr geben." Zephron wurde ernst und sachlich. Er bezog sich nur noch auf die nötigsten Angaben. "Ich wäre mit diesem Tal sehr zufrieden, Jabress. Habt Dank."
"Dort kommen nur sehr selten einmal die örtlichen Bauern vorbei - und die halten sich aus magischen Dingen heraus. Ich werde Eure Nachricht erwarten Zephron." Damit erhob sie sich.
Zephron stand ebenfalls auf. Er deutete eine Verbeugung an und wand sich zum gehen. "Habt Dank für den Empfang meiner Person. Sobald ich alle Materialen und Versuchsobjekte beisammen habe werdet ihr von mir hören." Zephron ging hinaus, jedoch nicht ohne sich wieder die Kapuze tief ins Gesicht zu ziehen.
Ry'Kah entließ den Chaoshexer und schloß dann die Tür. Khyl'Lian hatte sich noch nicht gemeldet - nun, so schnell konnte er nicht sein. Die Priesterin wandte sich dem Wohnraum zu, wo sie ihren mann schlafend fand. Sie lächelte und setzte sich zu ihm, strich ihm durch die weichen Haare am Hinterkopf und genoß es, als er sich an sie kuschelte und sie umarmte.
Als Tharsus angekommen war, sah er sich erst um. Allem anschein nach war er richtig. Er ging auf die Haustür zu und klopfte an, darauf wartend, dass geöffnet wurde.
Yska war Tharsus gefolgt und wartete erstmal.
Eine der Dienerinnen ging an die Tür und öffnete. "Was wünscht der Herr?" war die höfliche Frage.
"Verzeiht, ist dies das Haus der Hohepriesterin Ry'Kah? Mein Name ist Tharsus, und ich habe ihr eine Botschaft zu überbringen." antwortete er freundlich auf die Frage der Dienerin.
Yska schaute sich um und schlenderte dann in Richtung des Hauses, ging an Tharsus vorbei und wollte dann ins Haus. "Ich will zu Ry'Kah..." Das war doch die junge Frau, die ihn schon auf dem Marktplatz gemustert hatte. Sollte das wirklich zufall sein? Auf jeden Fall hielt er seine Hand unauffällig auf seiner Umhängetasche, die auf seiner Linken seite war. An zufälle glaubte er nicht wirklich. Die Botschaften hatte er desweiteren so verstaut, dass man sich ersteinmal durch sein Feldscherbesteck und seine anderen kleinen Habseligkeiten, die er dort drinnen hatte, wühlen musste.
Eine Weile später kam die junge Frau wieder an die Tür und bat den Gast in das Arbeitszimmer. Sie hieß ihn Platz nehmen und brachte frischen Tee und Gebäck. "Die Yathtallar wird gleich da sein, Herr." Damit ließ sie ihn in dem rötlichen Licht des Raumes allein.
Erstellt: 10.11.2006 16:55 Bevor er sich setzte, überreichte er der Dienerin noch sein Schwert und seinen Dolch."Ihr versteht, dass ich es für unangebracht halte, der Hausherrin bewaffnet gegenüber zu treten. Vielen Dank" Dann setzte er sich und wartete. Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 16:59 Ein paar Minuten später kam Ry'Kah in den Raum. Die Drow wirkte schmal, fast abgezehrt. Ihr Gesicht wirkte grau und müde. Langsam ging sie um den Schreibtisch herum und nahm dahinter in dem Sessel platz. "Was kann ich für Euch tun, Reisender?" fragte sie mit dunkler, leiser Stimme. Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Tharsus Forum-Gott Tharsus User ID: 50
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EP: 59
Erstellt: 10.11.2006 17:04 Er erhob sich und verneigte sich leicht "Hohepriesterin, mein Name ist Tharsus. Ich bin hier, weil mich die Jallil Tha'Risha gebeten hat, euch eine Botschaft zu überbringen." Mit diesen worten holte er einen der Briefe Tha'Rishas aus seiner Umhängetasche, und legte ihn sorgsam auf den Schreibtisch. "Hiermit wäre mein Auftrag hier erfüllt. Eine weitere Botschaft soll ich ihrem Mann überbringen. Könntet ihr mir sagen, wo ich das Haus der Jallil finde?" sagte er in gedämpften, höflichen Ton. Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 17:15 Ry'Kahs Augen flackerten und die Hand, die nach dem Brief griff, zitterte leicht. Ohne ihm zunächst zu antworten, öffnete sie das Pergament und las. Nebenbei bemerkte sie: "Wartet einen Moment..." Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Tharsus Forum-Gott Tharsus User ID: 50
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Erstellt: 10.11.2006 17:18 "Ja..." er war zwar höflich, innerlich jedoch voller unruhe. Auch, wenn er nicht selbst mitgekämpft hatte. Die Geschichten aus dem Bürgerkrieg seiner Heimat waren ihm geläufig. Er versuchte, die Etikette zu wahren. Schliesslich repräsentierte er seiner Ansicht nach in diesem Augenblick Galthron und die Legion. Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. ThaRisha Forum-Gott ThaRisha User ID: 5
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Erstellt: 10.11.2006 17:23 Inhalt des Briefes : "Dalninil, wie versprochen, sende ich dir per Bote ein Lebenszeichen. Mir geht es gut und meinerTochter ebenso. Ich werde in Gesellschaft einer Freundin reisen. Sorge dich nicht! Es tut mir leid, nichts gesagt zu haben, doch du wirst mich verstehen. Ich brauche Zeit, um nachzudenken und ich muss Cyrgaya finden. Sie ist die einzige, die mir einige Fragen beantworten kann. Bitte vergib mir. Ich wollte dich nicht allein lassen und ich werde bald zurücksein. P.S. Der Bote, der dir dieses Schreiben überstellt ist ein Freund, bitte trage Sorge, dass es ihm in Sel Tac'Zil an nichts mangelt" Jallil Tha’Risha Maxima del Kirin Tor Ventash'ma lueth Ul'Saruk del Sel Tac’Zil Lani d'lil magthere d'lil Mith Tagnik'zur
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 17:27 Die Frau, die dort am Tisch saß, zitterte leicht. Die langen weißen Haare waren im Nacken lose zusammengefasst und sie trug nur eine dunkle Wolltunika und eine leichte Hose über weichen Schuhen. Sie machte keinen gesunden oder kraftvollen Eindruck... An der Wand des Arbeitszimmers hingen ein Schild mit dem Ner'Zuhler Wappenbild, zwei Schwerter und eine Axt. Das Licht, dass durch das mit rotem Glas eingelegte Fenster fiel, warf einen rötlichen Schein auf die hellen Haare der Drow... Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Tharsus Forum-Gott Tharsus User ID: 50
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Erstellt: 10.11.2006 17:30 Die hohepriesterin schien einige Zeit lang nicht geschlafen zu haben, dieser Eindruck drängte ihm sich auf. Allerdingswäre es auch sehr unhöflich gewesen, nachzufragen, und so ließ er es bleiben. Schliesslich war er Gast in diesem Land, und auch die Worte des Grenzpostens waren ihm noch im Gedächtnis:"Achtet den Rat und die hüterinnen" Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 17:35 Die ausgemergelt wirkende Hand ließ das Pergament sinken. Ry'Kah sah ins Leere und sagte eher zu sich selbst: "Oh, Dalninil - warum tust Du das immer wieder? Ich brauche Dich so nötig hier..." Sie war verletzlich, angreifbar. Schließlich legte sie das Pergament zur Seite und meinte: "Ihr seid also ein Freund Tha'Rishas? Ich werde Euch ein Dokument mitgeben, dass Euch in Sel Tac'Zil freien Zugang zu vielen Breichen gewähren wird..." Sie griff nach leerem Pergament und Feder und schrieb ihm ein paar Zeilen nieder, die ein Reisedokument und Passierschein für das Land waren. Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Tharsus Forum-Gott Tharsus User ID: 50
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EP: 59
Erstellt: 10.11.2006 17:39 "Ich danke euch, aber die Jallil hat mir schon ein entsprechendes Dokument ausgehändigt, ihr braucht euch diese Mühe nicht zu machen." sagte er immer noch in seinem höflichen, respektvollem Ton. Innerlich noch sehr unruhig, was er aber zu verbergen versuchte. Ob es klappte, konnte er nicht feststellen. Er hoffte es nur. Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 17:45 Resigniert ließ Ry'kah die Feder fallen und lehnte sich zurück. Ihre Hände blieben auf dem operierten und noch immer äußerst empfindlichen Bauch liegen - das Gewebe heilte nur langsam. Aufmerksam musterte die Drow ihren Gegenüber. "Kann ich noch etwas für Euch tun? Das Haus der Jallil findet ihr im Viertel des Adels. Geht über die Brücke zurück, dann zur Rechten den Berg hinauf. An der Wegkreuzung das erste haus auf der linken Seite. Ihr werdet Wachen dort sehehn - man kann es nicht verfehlen." Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Tharsus Forum-Gott Tharsus User ID: 50
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EP: 59
Erstellt: 10.11.2006 17:50 "Nein, ich danke euch. Ich werde einige Tage in Gulminne verweilen, auch, weil ich mich noch nach dem Befinden einer weiteren Freundin hier erkundigen will. Ich möchte mich noch einmal dafür bedanken, dass ihr Zeit gefunden habt, mich zu empfangen, und werde, wenn ihr nichts dagegen habt, nun die zweite botschaft überbringen." Er erhob sich, verneigte sich erneut leicht, und wartete, dass die Priesterin ihn entließ. Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 18:09 Ry'Kah nickte. "Bella dos, ... Wie war Euer Name?" Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Tharsus Forum-Gott Tharsus User ID: 50
Level: 1 27/64
EP: 59
Erstellt: 10.11.2006 18:17
Geändert: 10.11.2006 18:33 "Mein Name ist Tharsus, Hohepriesterin. Ich verabschiede mich und wünsche euch noch einen angenehmen Tag." mit diesen Worten verabschiedete er sich, und ging langsam, ohne der Drow den Rücken zuzudrehen, teils aus Respekt, teils aus Vorsicht,aus dem Zimmer in den Gang zur Eingangstür. dort liess er sich von einer Dienerin seine Waffen zurückgeben, und machte sich auf den Weg zum Haus Tha'Rishas. -->Für mich weiter in "Im viertel der Diplomaten"
MOD: Im Haus der Jallil Streiter für den Grauen Drachen und für Aeris Zitat-Antwort Email - Nachricht an Tharsus. WebSite von Tharsus. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
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EP: 4
Erstellt: 10.11.2006 18:35 'Tharsus?' dachte Ry'Kah und erinnerte sich an die Erzählung von Wazag aus den Drachenlanden...
Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
Level: 0 4/32
EP: 4
Erstellt: 20.11.2006 16:19
Geändert: 20.11.2006 16:19 Tage waren vergangen.
Als Ry'Kah jetzt aus dem Haus der Heilung auf die Straße lief und in die Nebenstraße einbog, in der neben dem Gefängnis auch die Heeresquartiere und das Haus der Gäste lagen, blieb sie an einer Hausecke stehen und hielt sich an dem kühlen Stein fest. Hämmernde Kopfschmerzen hatten sich ihrer bemächtigt, Schwindel und Augen voller Tränen verhinderten, dass sie weiter gehen konnte. Die Priesterin legte den Kopf an die kalte Steinmauer und schloß die Augen. Stille Tränen liefen ihr über das Gesicht. Sie hatte in der Straße niemanden gesehen, so dass sie sich diese Schwäche erlaubte. Sie stand am Eckhaus, in dem Schreibstube und Gullminner Gewandhaus untergebracht waren, aber alle Fenster waren dunkel. Inzwischen hatte sich der Abend wieder über das Land gesenkt.
"Ich kann nicht mehr..." sagte Ry'Kah ganz leise - sprach eher zu dem beruhigenden Stein, als zu sich selbst. Die Tränen hinterließen feuchte Stellen auf dem festen Boden.
Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Refardeon Forum-Gott Refardeon User ID: 33
Level: 1 23/64
EP: 55
Erstellt: 20.11.2006 17:51 Refardeon war überglücklich. Endlich hatte er alles zusammen was er brauchte. Er musste nur noch RyKah fragen ob er die Erlaubnis zur Eröffnung seiner Raucherstube erhielt. Er ging durch die Straßen Gullmines zu ihrem Haus, als er ihre Gestalt an einer Ecke stehen sah. Und er sah auch, was sich in ihr abspielte. Sein Lächeln verschwand augenblicklich. oOAlso stimmen die Gerüchte. Die arme Frau. Ihr eigener Mann.Oo Er schüttelte den Kopf und versuchte sich irgendwie unbemerkt aus dem Staub zu machen, als er jedoch inne hielt. Er fasste sich ein Herz und ging langsam mit lautem Schritt, so das sie ihn hören musste, in ihre Richtung. Kein Feind ist zu groß, Kein Gegner ist zu schwer, Keine Kreatur ist zu gefährlich, als dich ich nicht vor ihr weglaufen könnte. Zitat-Antwort
Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
Level: 0 4/32
EP: 4
Erstellt: 21.11.2006 12:01
Geändert: 23.11.2006 14:14 'Niemals Ruhe...' dachte sie, als sie die Schritte hörte. Dann zog sie die Kapuze tiefer ins Gesicht und richtete sich etwas auf, blieb aber an der Wand stehen. Hatte der Rivvil etwas bemerkt? Sie wußte es nicht - und letztlich war es ihr egal, als sie Refardeon erkannte. Die Tränen auf ihrem Gesicht waren im Schatten der Kapuze unsichtbar. 'Dalninil, wo bist Du? Ich brauche Dich so...' dachte sie verzweifelt. An wen sollte sie sich wenden? Khyl'Lian? Er würde es kaum verstehen... Und was wollte der Mensch, der auf sie zukam?
Bevor der Mensch sich jedoch genähert hatte, kam eine Frau auf sie zugelaufen und forderte sie auf, zum Haus der Jallil zu kommen. Man hätte die Hüterin gebracht. Daraufhin wartete Ry'Kah nicht, sondern folgte der Botin hinauf in den oberen bereich der Stadt.
> Ry im Haus der Jallil. Wir sind das Ich! Zitat-Antwort ICQ Status von Ry. Klicken = Zu Kontakten hinzufügen. WebSite von Ry. Klicken = Besuchen. Zephron Forum-Gott Zephron User ID: 47
Level: 1 1/64
EP: 33
Erstellt: 08.03.2007 19:36 Zephron ging direkt vom Haus der Schatten zum Haus der Yathtaller. Sie musste erfahren, was vorgefallen ist. Er klopfte an die Tür und wartete auf Enlass. Das Chaos maniefestiert sich in vielerlei Gestalten. Der eine mag körperlich mutiert sein, der andere mag Visionen haben, manche sind auch einfach mit einem unaufgeräumten Zimmer gesegnet. Zitat-Antwort
Ry Forum-Gott Ry User ID: 6
Level: 0 4/32
EP: 4
Erstellt: 17.03.2007 22:04
Geändert: 17.03.2007 22:05 Ry'Kah, die im Hauptraum des Hauses auf dem Boden mit ihrer Tochter spielte, hörte, wie eine Bedienstete die Tür öffnete...
"Seid gegrüßt. Was kann ich für Euch tun, Herr?" fragte die junge Frau, die Zephron die Tür öffnete.
Zephron: "Ich muss dringend mit der Yathtallar sprechen. Es ist etwas von äußerster Dringlichkeit. Es duldet keinen Aufschub." Zephron hielt kurz seine Nase in die Höhe. oO Den Geruch kenne ich doch. RyKah´s Welpe ist hier.Oo "Bitte lasst mich ein."
Die junge Frau nickte, trat zur Seite und ließ ihn ein. "Bitte wartet einen Augenblick - ich werde Euch ankündigen."
Das tst sie auch - und Ry'Kah ließ ihn hereinbitten. Die Priesterin hatte sich erhoben, saß auf einem bequemen Sofa und hatte das Kind quer auf dem Schoß liegen, wo es mit den langen Haaren eines weißen Fells spielte.
"Zephron. Was führt Dich zu mir?" fragte Ry'Kah.
"Seid gegrüßt Yathtallar. Ich war gerade eben im Haus der Schatten. Botschafter Schattenklinge lud mich zu sich ein um mich über euch, die Bestrafung der Verräter und unsere Reise in Telumedor auszufragen. Er versucht krampfhaft euch etwas anzuhängen. Er redete von seinem Herrn und das er alles melden würde. Ich habe das Gefühl er wäre bereit einen Krieg anzuzetteln. Er will euch um jeden Preis mit eurer Göttin in Verbindung bringen." Zephron ging leicht in die Knie und lächelte RyKahs Tochter an.
Als Zephron sprach, hob Ry'Kah die Augenbrauen. Sie ließ ihn ausreden...
"Zephron, was genau hast Du gehört? Und wieso will er uns mit der Göttin in Verbindung bringen? Hat er Anlass dazu?"
"Er sagte er suche einen Grund das ihr angegriffen wurdet und meint der einzige Grund dafür wäre, das ihr euch von Archiemonde abgewandt habt. Er meint sein Herr wäre über jede Information erfreut. Ich glaube er will euch mit eurer Göttin Loth in Verbindung bringen." Zephron lächelte weiterhin RyKah´s Tochter an.
Ganz langsam drehte das Mädchen dem Fremden den Kopf zu und musterte ihn aus durchdringenden, fast violett wirkenden Augen. Ihr Blick schien bis in seine Seele dringen zu können...
Ry'Kah streichelte der Kleinen gedankenverloren über den Rücken und meinte: "Nun - Lloth wird in Sel Tac'Zil nie ein Thema sein... Für niemanden..." '...außer den Ilithirien.' setzte sie in Gedanken hinzu. "Archiemonde kann nicht zu jeder Zeit an jedem Ort sein - aber das dürfte ein jedem Gläubigen eines jeden Gottes ebenfalls klar sein. Der Balrog ist Gott Ner'Zuhls und wird immer über seine Kinder wachen!" Die Priesterin griff nach einem Kelch und nippte daran. Schließlich fragte sie Zephron: "Wie siehst Du die Situation, Hexer?"
Zephrons Blick wirkte düster, als er in diese Augen blickte. oOGeh nicht zu tief in meine Seele junger Welpe. Du bist noch nicht bereit dazuOo Sein Blick war nun der Yathtallar zugewandt. "Schattenklinge würde ohne mit der Wimper zu zucken einen Krieg auslösen. Doch es wundert mich, wie er überhaupt auf diese Idee kam. Wäre ich nicht dabei gewesen, wäre mir dieses Wissen nie zu Teil geworden. Er ist wie ein Bluthund. Sein Meister lässt ihn an der Leine, bis seine niederen und plumpen Dienste benötigt werden. Er wird aber nie etwas herausfinden. Es waren nur zwei Nicht-Drow zugegen. Ich liebe den Schmerz, mir wird er nichts antun können, aber über Kadya könnte er an Informationen kommen. Wie ich eure Rasse einschätze, seid ihr nicht allzu gesprächig wenn es um eure Götter geht. Ich sehe da also keine Probleme. Wir sollten ihn aber im Auge behalten."
Ry'Kah nickte und sah den Hexer lange an.
In Iliahs Augen glomm ein dunkles Feuer auf, dass von einem uralten Wissen und Bewußtsein zeugte. Ihr Blick meinte etwas wie 'bist Du sicher?' als sie Zephron weiterhin stumm fixierte.
Zephron war sichtlich erstaunt. "Malla Yathtallar, verzeiht mir die Frage, aber ihr wisst zu was eure Tochter fähig zu sein scheint?" Zephron sah Iliah wieder an. oOBesser nicht. Geh nicht zu tief. In mir ist ein Tier, das zu zähmen du noch nicht bereit bistOo
Ry'Kah hob amüsiert die Augen. "Iliah? Oh - sie hat... potential..." meinte sie dann schmunzelnd. "Warum?"
Ohne Zephron aus den Augen zu lassen, drehte Iliah sich ein wenig unter den Händen ihrer Mutter und streckte die Arme in Richtung Zephron aus. Weiterhin glomm ein sonderbares Licht in ihren Augen.
Zephron kniete sich nieder. Ohne auf RyKah zu blicken streckte er beide Arme aus. oODu bist erstaunlich kleiner Welpe. Kein Wesen, das ich kenne ist so mächtig wie du. Ich spürte so etwas schon bei unserem ersten TreffenOo
Seiner Geste folgend gab die Priesterin das Kind frei und beobachtete die Beiden interessiert.
Iliah ließ sich von Zephron anheben - und in dem Moment, wo er sie berührte stellte sie vollen Kontakt zu ihm her. 'Was glaubst Du, was Du bist, Fremder?' fragte das Kind mit machtvoller alter, dunkler Stimme in Zephrons Bewußtsein.
Zephron nahm sie ganz behutsam hoch. oOIch bein ein Kind des Chaos. Doch wer bist du? Du bist ein alter Geist in einem noch so jungen Körper. Du bist kein normaler Welpe? Wer bist du?"
'Ich bin hier, weil es notwendig ist. Dieser Körper ist schwach und ich habe viel daran zu tun, ihn am Leben zu erhalten - aber das, was kommen wird, erfordert meine Gegenwart.' klang die machtvolle dunkle Stimme erneut in Zephrons Kopf auf. 'Ich bin nicht jünger oder älter als Deine Seele, Fremder, der den falschen Namen trägt. Dieser Körper wird in einigen Jahren so funktionieren, dass ich ihn benutzen kann. Dann wird auch meine Stimme wieder so funktionieren, dass ich sie sinnvoll nutzen kann. Jetzt muß ich warten, dass die Zeit vergeht. Noch ist meine Erinnerung stark - doch das wird vergehen. Ich muß das Wissen bewahren, auch wenn ich mich irgendwann nicht mehr genau erinnern werde... Doch das gehört nicht hierher.'
oODu bist eine Wiedergeborene. Eine Bewahrerin des Wissens. Doch warum schwindet dein Wissen? Was passiert mit dir?Oo
'Jeder von uns ist wiedergeboren. Weißt Du das denn nicht? Und selbstverständlich schwindet das Wissen wieder. Je älter wir werden, desto weniger können und dürfen wir uns an das Vollkommene und die andere Welt erinnern... Jeder von uns hat diese Verbindung, wenn wir in diese Welt kommen - doch nur die wenigsten erinnern sich. Es ist ganz normal. Doch ich... dieser Körper...'
oOWas ist mit deinem Körper? Er ist jung, doch er wird wachsen. So wie es jeder Welpe tut. Du hast deine Mutter, sie sorgt für dich. Kann ich etwas für dich tun? Deine Stimme in die Welt sein?Oo
'Ich... ich kann nicht länger...'
Der kindliche Körper in den Armen des Chaoshexers erschlaffte haltlos.
Ry'Kah war unterdessen aufgestanden und nach nebenan in die Küche gegangen, um sich etwas neues zum Trinken zu holen. Sie sah nicht, was passierte...
Zephron wurde hart in seine Welt zurückgeworfen. Er spürte, das der Körper, den er hielt, erschlaffte. Sein Verstand raste. Sein Herz pochte schneller. oONein! geh nicht. Bleib bei mir.Oo Er nahm Ihlia zärtlich auf einen Arm und legte seinen Kopf auf ihre Brust. Es durfte ihr nichts passiert sein.
Das Herz des Kindes raste. Sie war ohne Bewußstsein...
"Yathtallar!" Zephron presste das Kind an sich. "Geh nicht. Bleib. Du bist noch Welpe. Zu jung um zu gehen. Du hast zuviel Kraft verbraucht. Du musst noch lernen sie einzuteilen. Dein jetziger Körper hält das nicht lange durch." Die letzten Worte kamen Zephron leicht zittrig über die Lippen.
Selten sah man Ry'Kah sich schneller als 'gemessen' bewegen - jetzt lief sie. Mit schneller Hand untersuchte sie das Kind noch in Zephrons Armen. "Ruhig - keine Angst." Die Worte galten dem Hexer, nicht dem Kind. "Was hat sie gemacht? Sie erweckt den Anschein einer magischen Überbelastung...." Ry'Kah sah Zephron in die Augen - und ihr Blick war dem des kindes nicht unähnlich.
"Sie sprach mit mir. Sie erzählte mir etwas über sich. Dabei scheint si die winzigen Reserven ihres Körpers verzerrt zu haben. Sie ist ein Wiedergeborenes Wesen. Alt und mit viel Wissen, doch gefangen in ihrem noch so jungen Körper. Yathtallar ich gebe euch soviel Kraft ich kann, um sie wieder zurück zu holen." Zephron hielt Ihlia im Arm wie sein eigenes Kind. Er trauerte um diesen Welpen. Er wollte nicht, das ihm etwas passiert.
Die Ruhe der Priesterin schien grenzenlos. "Sie wird lange schlafen - ich werde nach Briz'Shalee schicken lassen. Sie ist am Besten bewandert in den Künsten, was die Kinder angeht. Oder würdest Du das für mich tun?" Ry'Kah nahm ihm das bewegungslose Kind ab.
Nur widerwillig gab er RyKah ihr Kind. "Ich bin unterwegs." Zephron ging ihne auf eine Antwort zu warten zum Haus der Heilung.
Ry'Kah ließ sich auf dem Lager nieder und legte sich Iliah auf den Bauch. Dann legte sie eine Decke über sich und das Kind und dem kleinen Wesen die Hände auf den Leib. Sie hüllte sie in die Wärme ihres eigenen Körpers und wartete auf die Ankunft der Heilerin.
Briz'Shalee: Es war nicht wirklich weit zum Haus der Priesterin, wofür Briz auch dankbar war...die drohenden Wolken begannen ihr Versprechen wahr zu machen und die ersten kalten Tropfen perlten von dem Wachstuch das den Inhalt des Korbes verbarg ab. Sie überliess es Zephron zu klopfen, ihre Mine drückte eine Mischung aus Ruhe und Konzentration aus während sie noch mal im Kopf die Informationen durch ging, die sie bereits besaß.
Tristan: Es ist früher Abend als Tristan in seiner guten Robe durch die Staßen läuft. Das Ziel von Tristan ist das Haus der Priesterin. An dem Haus angekommen klopft Tristan an die Tür .
Ry'Kah: Inzwischen waren ein paar Tage vergangen, und Ry'Kah Tochter ging es dank der Hilfe Briz'Shalees bedeutend besser. Nachdem die Unwetter sich gelegt hatten und die Folgen der Überschwemmungen im alten Ortskern beseitigt waren, war Ry'Kah mit ihrer Familie in das Haus neben dem Tempel zurückgekehrt.
Als es ein paar Tage später an der Tür klopfte und Tristan sie zu sprechen wünschte, saß Ry'Kah im Arbeitszimmer und ließ ihn hereinbitten...
Tristan bedanke sich bei dem Diener der ihn hinein liss, und betrat dann das Arbeitszimmer. Er blieb etwa einen halben Meter vor dem Schreibtisch stehn. " Ich grüsse euch Ry`Kah. Ich möchte gleich zum Punkt kommen. Ich werde die Stadt auf unbestimmte Zeit verlassen." Tristan sah Ry`Kah an.............
Tha'Risha kam vom Haus der Heilung und stand wenig später vor dem Haus der Priesterin. Ohne zu klopfen trat sie ein und suchte Ry'Kah.
Die Priesterin, die in ihrer dunklen Robe am Schreibtisch saß, hob die Augenbrauen. "Die Stadt verlassen? Auf unbestimmte Zeit? Was ist passiert, Tristan?" Neugier schwang in ihrer Stimme mit, als sie die Feder zur Seite und dann die Fingerspitzen aneinanderlegte. Aufmerksam musterte sie ihr Gegenüber.
Ry'Kah hatte das Eintreten ihrer Dalninil nicht bemerkt.
Die Halbdrow brauchte eine Verschnaufspause und setzte dann den Weg fort. Sie klopfte an die Tür zu Ry'Kahs Arbeitszimmer und trat ein, ohne eine Antwort abzuwarten. "Dalninil...ich... Oh, Tristan. Ry'Kah ich muss mit dirreden."
Die Priesterin drehte Tha'Risha langsam den Kopf zu und sah ihr in die Augen. "So?" Dann musterte sie ihre Schwester intensiv und schnell - und meinte zu Tristan: "Entschuldige uns für einen Moment." Damit erhob sie sich und führte Tha'Risha in das Nebenzimmer, wo sie für gewöhnlich schlief. "Was ist passiert? Setz Dich."
Erschöpft ließ sich Tha'Risha auf den Stuhl sinken. Die Spinne saß auf ihrer Schulter. "Dalninil, Selanaya ist wieder wach. Ich hab sie zurückgeholt."
Ry'Kah ging vor Tha'Risha in die Hocke. "Du hast sie ... zurückgeholt? Wie?"
Tha'Risha berichtete von dem Ritual, welches sie abgehalten hatte. Wie sie das Tor öffnete, mit ihrem Blut den Schutzkreis siegelte und wie sie mit Selanaya sprach. Dass diese sich losgsagt hat von diesem Elfen und welche Wunden Tha'Risha in dieser Zwischenwelt hatte. "Ich glaube ich habe alles richtig gemacht." sagte sie, mit ein wenig Stolz.
Ry'Kah hörte sich die Schilderung mit ausdruckslosem Gesicht an und meinte dann: "Du hättest das Tor zur neunten Hölle damit aufstoßen können. Für einen Besuch in der Zwischenwelt war das ein Feuerball auf ein Blatt Papier angewendet, Dalininl." Sie lächelte und schüttelte den Kopf.
"Hab ich aber nicht. Es ist alles gut verlaufen!" Ärger schwang in ihrer Stimme mit. "Nunja, bis auf das..." Tha'Risha schob den Ärmel hoch und zeigte Ry'Kah die Bisswunde der Spinne. Es hatte sich entzündet.
Mit einer Mischung aus Amüsement und klinischem Interesse untersuchte Ry'Kah den Arm - sah den Biß an, dann die Spinne - und wieder den Biß. Eine Augenbraue wanderte in die Höhe. Mit einem schnellen griff hatte die Priesterin ihr Messer in der Hand und schnitt in das Fleisch, quer durch den Biß. Dann zog sie ihn etwas auseinander, dass sich das Sekret entleeren konnte...
Tha'Risha verzog das Gesicht. "Bist du von Sinnen? Das tut weh!"
Ry'Kahs Stimme war kühl, als sie antwortete: "Wofür wurdest Du gestraft, dalninil?"
Weiß ich nic..." begann Tha'Risha ihre Lüge, brach aber ab, als ihr klar wurde, dass Ry'Kah sie durchschauen würde. "Ich scheine etwas nicht in ihrem Sinne getan zu haben..."
"Du magst es nicht erzählen..." es war eine simple Feststellung; aber Ry'Kah dachte weiter, und so folgte eine weitere folgenschwere Feststellung: "Tha'Risha - sei Dir bewußt, dass Du mit Deinem Handeln Sel Tac'Zil aus der Gunst der Göttin fallen lassen kannst! Wir haben den Segen und die Gunst der großen Mutter erhalten - verspiel sie nicht wegen dieses Kindes! Du opferst Sel Tac'Zil - alles was wir haben!"
"Dalninil, ich sehe in diesem Kind mehr als du. Sie hat Potential, wenn sie ersteinmal lernt... Ich werde ihr Nachsicht gewähren." Tha'Risha zuckte vor Schmerz zusammen. "Ich bitte um ein Jahr."
"Das kann nur DIE EINE Dir gewähren." Ry'Kah sprach ein Gift neutralisieren und nachdem sie die Wunde gesäubert hatte ein Wunde heilen auf die Verletzung an Tha'Rishas Arm. "Geh in den Tempel und suche den Kontakt zu IHR. Nur SIE kann und wird sagen, was du tun kannst und darfst."
Der Gedanke daran sich alleine der großen Mutter zu stellen, machte Tha'Risha Angst. Fast schon flehend sah sie Ry'Kah an. "Alleine? Dalninil... ich..."
Ry'Kah nickte. "Ich werde Dich begleiten. Tristan kann sicher etwas warten... man wird ihn bestens versorgen." Ein Lächeln flog über ihr Gesicht.
Tha'Risha nickte. Noch immer war ihr nicht wohl bei dem Gedanken. Die kleine Spinne kroch ihr den Arm entlang und schmiegte sich an sie. Es schien als habe die Göttin selbst ein Auge auf die Halbdrow und Sel Tac'Zil. Tha'Risha wollte ihre Gunst nicht verlieren.
Ry'Kah öffnete die Tür, trat in den Gang hinaus und beauftragte einen sehr jungen Mann, sich des Gastes im Arbeitszimmer anzunehmen. Er nickte. "Ich werde im Tempel sein - in den besonderen Räumen. Sorga außerdem dafür, dass man uns nicht stört." Wieder nickte der junge Mann und musterte die Priesterin mit leuchtenden Augen. Dann ging Ry'Kah voran und durch den verborgenen Verbindungsgang hinüber zum Tempel.
Der junge Mann nahm die Befehle der Yathtallar ruhig entgegen - auch den leise gesprochenen, der nur für seine Ohren bestimmt war. Er würde den Heiler informieren, sobald alles im Haus geregelt war. Schnell waren zwei Bedienstete eingeteilt, die sich um den Gast im Arbeitszimmer kümmerten: Zwei wunderschöne junge Frauen brachten Erfrischungsgetränke und kleine Leckereien, um den Gast zu verwöhnen, und ihm die Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen. Man bot ihm auch Massagen an...
Der junge Mann verließ kurz darauf das Haus und informierte Kar'Yann, dass seine Gegenwart erwünscht sei.
Ry'Kah ließ sie sich von Kar'Yann in ihr Haus zurückbringen und ging nach kurzer Erfrischung zurück in das Arbeitszimmer, in dem sie Tristan wusste. Der Abend war vorangeschritten und der Raum etwas dämmrig im Schein der Kerzen. Nichts wies auf die Ereignisse hin, als sie sich wieder am Schreibtisch niederließ und fragte: "Warum also willst Du Sel Tac'Zil verlassen, Tristan?"
Tristan holte tief luft : "Nun wie hier bestimmt wisst bin ich dem Orden der Verzehrenden Flamme beigetreten. Ich muss mich im Land Tay um ein paar dinge kümmern. Ich hoffe ihr versteht das werte Ry`Kah.
Die Priesterin hob die Augenbrauen. "Um ein paar Dinge kümmern... nun, eine nette Umschreibung. Aber niemand wird Dich aufhalten, wenn Du Sel Tac'Zil verlassen willst. Wenn Du zurückkehrst, kündige Dich an, Tristan. Ich wünsche Dir alles Gute und den Segen der Götter."
Tristan schloss kurz seine Augen, alls es sie wieder öffnete sprach er weiter : " ich habe noch eine bitte an euch, wäre es möglich das Nermon im Haus wo ich gewohnt habe bleiben könnte?."
"Selbstverständlich. Zumal ich viel... Gutes von ihm gehört habe. Er macht sich verdient. Richte ihm meinen Gruß aus, und er sei willkommen." Sie richtete sich etwas im Sessel auf und zog die Ärmel der Tunika glatt um zu verbergen, was darunter lag.
Tristan versuchte genauer hinzuschaun, was sie da woll vesucht zuverbergen. War die Ry etwa wieder Schwanger...........Tristan stand auf und sprach: " Ich danke euch, wenn ich zurück komme lasse ich es euch vorher wissen." Tristan verbeugte sich, und zog sich dann zurück.
Die Spuren von Verätzungen waren an den Unterarmen der Priesterin zu sehen gewesen... frisch. Aber sie nickte freundlich und verabschiedete ihn mit den Worten: "Kehrt ihr zurück, kommt zu mir, Tristan. Lebt wohl." Als sich dann die Tür hinter ihm geschlossen hatte, lehnte Ry'Kah sich zurück und schloß die Augen. Die Wunden begannen wieder zu schmerzen, denn der Trank ließ nach. Kar'Yann würde sicher noch warten - sie sollte ihn aufsuchen gehen...
Kar'Yann hatte das Haus jedoch bereits verlassen - und so schickte Ry'Kah ihren Vertrauten ins Haus der Heilung.
Zephron hatte seine Studien über die Mysterien der Zeit wieder beiseite gelegt um über den Vorfall mit RyKah´s Tochter nachzudenken. Seine Gedanken drehten sich im Kreis. So beschloss er, der kleinen wieder einen Besuch abzustatten.
Er klopfte einige Minuen später an das Haus der Yathtallar, und bat um Einlaß.
Als es erneut an der Tür klopfte, ließ Ry'Kah in einer schlichten Geste die Ärmel wieder über die geschundene Haut gleiten und wartete, wer denn da wohl diesmal störte. Eigentlich erwartete sie ihren Vertrauten und die Heilerin - doch dieses Klopfen war nicht das Richtige... Erwartungsvoll sah sie in Richtung Tür, als eine Bedienstete den Gast hereinbat.
Der junge Mann hatte Briz'Shalee mit leichten schnellen Schritten zum Haus der Priesterin geleitet - und schon aus der Ferne den Chaoshexer ins Haus gehen sehen. Er runzelte unwillig die Stirn und beschleunigte seinen Schritt. Er führte Briz'Shalee nicht zum Vordereingang, sondern durch den Tempel und den verborgenen Eingang in die privaten Gemächer der Yathtallar. "Bitte wartet hier, malla Jabbress." Er verneigte sich. "Ich werde die hohe Frau informieren."
Briz konnte sich schon denken was los war und nutze die zeit um Ordnung in die hastig gepackte Tasche zu bringen- erst jetzt erlaubte sie ihren gedanken die Frage zu wälzen was hier wohl vorgefallen war.
Zephron blickte den Diener an und nickte leicht. Er ging hinein und ließ sich von dem Diener leiten. "Bitte sagt der Yathtallar, das ich gerne ihren Welpen besuchen würde."
"Du möchtes WAS?" fragte Ry'Kah aus dem Hintergrund - und klang bei seiner Wortwahl alles andere als amüsiert.
Zephron ging an dem Diener vorbei in Richtung RyKah. "Malla Yathtallar. Ich bitte um die Erlaubnis eines Besuches bei eurem Kind. Verzeiht meine Wortwahl, aber in meinem Clan ist sie so üblich." Zephron ließ eine leichte Verbeugung erkennen.
Ihr Blick wurde etwas weicher. "Warum willst Du Iliah sehen?" fragte sie, als ihr Vertrauter an sie herantrat und sie leise informierte. Die Priesterin nickte, wartete aber die Antwort des Chaoshexers ab.
"Wir standen bei unserem letzten Besuch in geistigem Kontakt. Ich wollte versuchen wieder mit ihr in Kontakt zu treten. Dieses Mal bin ich vorbereitet. Es wird keine Wiederholung des letzten Anfalles mehr geben. Sie sagte etwas zu mir was mich sehr nachdenklich stimmte. Daher meine Bitte, lasst mich bitte zu ihr." Zephron griff in eine Tasche und holte eine getrocknete Pflanze daraus hervor. "Ich erstand diese Wurzel im Räucherhäuschen. Sie gibt demjenigen der sie in der Hand hält einen Bruchteil magischer Kraft. Ich werde sie eurer Tochter geben, bevor es kritisch wird."
Ry'Kahs Blick wurde hart und eiskalt. "Du wirst meinem Kind gar nichts geben, Hexer! Und Du wirst meine Tochter nicht erneut in so eine Situation führen! Untersteh Dich auch nur einen Versuch zu wagen!" Ihre Stimme war leise und bedrohlich - der Blick stechend. Das Gesicht eine Maske. Sie war von der Göttin überschattet - doch die große Spinne schwieg. Noch.
Zephron steckte die Wurzel wieder in die Tasche. "Wie ihr wünscht malla Yathtallar. Darf ich euch eine persönliche Frage offen stellen?"
"Was wünschst Du zu wissen?" Die Stimme war noch immer scharf, das Gesicht starr. Der Schatten hinter ihr an der Wand schien sich zu bewegen, schien lange Glieder zu haben...
Zephron bemerkte den Schatten. Doch er ließ sich nicht davon ablenken. "Ihr habt euch etwas verändert malla Yathtallar. Ich wollte euch offen fragen, ob mit euch alles in Ordnung ist?" Etwas regte sich in Zephron, ein Bild schob sich in seine Gedanken. oONein, das kann nicht sein. Sie kann es nicht seinOo
SIE zog sich ein wenig zurück. Ry'Kah antwortete: "Ich habe einige anstrengende Tag hinter mir ... und einige Studien fesseln mich." Ein Lächeln huschte über ihre Züge. "Ich habe ein paar hochinteressante Schriften entdeckt, die mir im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf rauben. Die Inhalte dieser Schriften ermöglichen phantastische Arten der Nutzung der Magie..."
Zephron schüttelte den Kopf. "Dann ist es gut. Ich machte mir nur Sorgen. Wenn ihr erlaubt, würde ich euch gerne bei euren Studien unterstützen. Wir könnten parallel arbeiten und uns danach austauschen. Ich könnte euch auch mit magischer Kraft unterstützen." Zephron lächelte innerlich. Zwar nagten in seinen Gedanken immer noch die Bilder, aber sie verblassten langsam.
Ry'Kah lächelte - und ihre Augen vernegten sich zu schmalen Schlitzen. "Nein."
Sie sagte nur dies eine Wort, aber der Nachdruck war unüberwindbar. Sie würde nicht preisgeben, was sie gefunden hatte. Noch nicht. Diese Art von alter Magie war gefährlich. Grausam zum Teil... und sie eröffnete ein Machtpotential, dass sie nicht zu teilen gewillt war.
"Wie ihr wünscht. Ich wollte euch nur unterstützen. Ich befürchte einfach nur einen köroerlichen sowie magischen Kollaps euerseits. Verzeiht bitte, wenn ich aufdringlich war. Wenn ihr keine weiteren Dienste für mich habt, werde ich mich zurückziehen." Zephron´s Stimme, war nichts anzumerken, aber doch bebte er innerlich. Es gab eine neue Macht hier und sie entglitt ihm aus den Finger, bevor er auch nur etwas genaues darüber wusste.
Das Lächeln der Priesterin wurde etwas weicher. "Keine Sorge. Mir geht es gut - und dafür wird auch weiter gesorgt werden. Sicher - Du darfst Dich entfernen. und wegen Iliah... lass sie. Betrachte es als Geschenk, dass sie mit Dir sprach."
"Wie ihr wünscht." Diesmal konnte Zephron einen knurrenden Unterton nicht verhindern. Doch ehe er eine Reaktion von Rykah heraufbeschwor, wand er sich um zum gehen.
Mit einem Seufzen, dass eher ein Ausatmen war, ließ sie die verschränkten Arme sinken. Die Göttin hatte sich zurückgezogen, und Ry'Kah wurde der Schmerz jetzt voll bewußt. Sie verzog das Gesicht und zupfte vorsichtig die Ärmel der Robe von den Verätzten Stellen, wo sie durch die Geste festgeklebt waren. Mit steilen Falten auf der Stirn wandte sie sich um, um ihrem Diener in die Privatgemächer zu folgen, wo die Heilerin bereits wartete...
Briz erkannte Ry'Kah an ihren Schritten schon ehe sie den Raum betrat und nahm eine Phiole von dunkler Farbe zur Hand ein schnell wirkendes mittel, das gerade hochgenug war um den Schmerz trotz der hohen Barierre Rys etwas zu betäuben aber noch nieder genug das es sie nicht benommen machen würde.
Als die Priesterin den Raum betrat, und der Diener hinter ihr die Tür schloss, war nichts außer ihrem gespannten Gesicht ein Hinweis daraud, dass etwas nicht stimmte. "Birz'Shalee - bel'la dos, dass Du so schnell gekommen bist."
Briz nickte knapp und drückte ihr die die bereits entkorkte Phiole in die Hand " trink- ich habe es auf deinen Körper abgestimmt, deine Konditionierung ist einberechnet" die braune Substanz in der Phiole roch süßlich würzig.
Die Heilerin fragte erst garnicht nach Schmerzen sie konnte die kaum wahrnehmbaren anzeichen deuten und mit dem auftrag WAS sie mitbringen sollte war es ein logischer Schluss.
Einen Augenblick runzelte Ry'Kah die Stírn ob des vertrauten 'du' - trank dann aber ohne Kommentar. Sie gab die Phiole zurück und winkte ihren Diener heran, damit er ihr half, die schwere Robe abzulegen.
Briz dutzte nicht ohne Grund und sie würde es nicht oft tun- aber im moment beobachtete mit klinischen interesse was sich unter der schweren Robe zeigen würde... Erinnerungen an Bilder und Erzählungen gehen ihr durch den Kopf und wieder war sie froh über das Wissen welche ihre Mutter ihr hatte zu kommen lassen
Der junge Mann löste die Robe vorsichtig von den vielen Stellen, wo sie mit den Wunden verklebt war und streifte sie der Priesterin dann über den Kopf. Er legte die Robe zur Seite - er würde sie später reinigen - trat an einen großen Schrank und legte eine dunkle, weiche, leichte Tunika und eine ebensolche Hose heraus. Auf einem kleinen Tisch standen diverse Verbandstoffe und eine Schale mit lauwarmem Wasser bereit.
Ry'Kahs Körper wies dort, wo die Ritualrobe die haut bedeckt hatte, keine der Spuren auf, seitlich die Beine, die bloßen Schultern und die Arme jedoch wiesen tiefe Wunden wie von Verbrennungen auf, die Blasen warfen und mit einer gelblichen, eitrigen Flüssigkeit gefüllt waren, so sie nicht aufgebrochen und mit dem Stoff verklebt waren. Die Spuren zeigten deutlich, was für eine Art von Bekleidung Ry'Kah getragen haben musste - aber nur Kha'Less und Tha'Risha hatten sie jemals in dieser Robe gesehen...
Briz hatte in die Schale mit dem wasser bereits einiges der kostbaren flüssigkeit gegeben die sie mit nach Gullminne gebracht hatte..fast schwarze schlieren zogen sich durch das nun leicht trübe wasser in das sie nun einen weichen schwamm tauchte.. in der anderen hand hielt sie eni schmales sehr scharfes Schneidwerkzeug...das Werkzeug wirkte alt mit seinen Verzierungen und es war klar das es nicht zu der normalen Ausrüstung gehörte die Briz bei sich trug. "seid ihr soweit? dann werde ich die zeichnungen säubern das sie abheilen können" abwartend stand sie da
Der umsichtige Diener brachte einen schlichten, schmalen Holzstuhl mit niedriger Lehne. Wortlos bat er Ry'Kah, sich darauf niederzulassen, so dass sie die Arme auf der Lehne aufstützen konnte. Rittlings hatte die Heilerin besten Zugriff auf die Verletzungen...
Die Priesterin nickte, strich ihm kurz über die Hand, als sie sich setzte. Dann sah sie Briz'Shalee an. "Du kannst beginnen..."
Auch wenn sie es zum ersten mal selber tat wusste die Drow auf welche weise sie die Blasen öffnen musste und mit dem Schwämmchen austupfen.. das Mittel mochte mehr als nur etwas brennen aber es neutalisierte die Substanz die noch im Gewebe steckte und sorgte dafür das die wunden sich sauber schliessen würden.
Briz weiss nicht wie oft sie den schwamm neu tränkt und weiter macht ,es sind viele verätzungen, sie tut ihre Arbeit schweigend und konzentriert.
Nach einiger zeit senkte die Priesterin den Kopf und legte die Stirn auf die Handgelenke. Sie wollte nicht nur das Gesicht verbergen, denn schmerzen hatte sie immernoch, sondern gab auch einer Erschöpfung nach, die sie bisher nicht bemerkt hatte.
Im Hintergrund begann der Diener, das Bett aufzuschlagen, ein sauberes Laken über das andere zu legen und das Lager so gemütlich wie irgend möglich herzurichten.
Briz atmete durch udn griffnach dem salben topf den sie bereit gestellt hatte, mit kühlender sachter Berührung begann sie die Heilsalbe in das geschundene Fleisch ein zu massieren, dort wo sich das Gift tief eingefressen hatte deckte sie die Wunden mit einem weichen Tuch ab das mit Heilsalbe getränkt war und fixierte sie mit Binden.
Ry'Kah war müde, als Briz'Shalee ihre Arbeit beendete. Sie ließ sich vom Stuhl aufhelfen und dann zu Bett bringen - der Diener verließ den Raum und holte Iliah. Er trug das Kind so sacht, dass die Kleine selig weiterschlief, an seine Schulter gekuschelt, eine Hand in seinen Haaren verborgen. Er legte das Kind zu seiner Mutter.
Der Diener geleitete Briz'Shalee hinaus, als er sicher war, dass die Heilerin ihre Arbeiten auch beendet hatte. Höflich dankte er ihr und überreichte ihr ein kleines Fläschchen mit goldbraunem Inhalt. "Ein kleiner Dank der Yathtallar, malla Jabbress."
Briz nahm die Phiole ohne zu hinter fragen an " sollte es zu Komplikationen kommen dann lasst mich rufen" sie nickte dem Dienstboten zu und machte sich auf den Heimweg.
Akor'rar, Ry'kahs Diener, sah der Heilerin nach. Er wusste, was es mit diesem Fläschchen auf sich hatte. Seine Herrin besaß mehrere davon. Sie enthielten wertvolle, seltene Öle, die man zu unterschiedlichsten Zwecken verwenden konnte. Die Heilerin hatte eine Phiole Amber erhalten - schwer und süß riechend. Sie würde wissen, wofür man es gebrauchen konnte. Leise schloß er die Tür hinter Briz'Shalee. Dann stand er einen Augenblick lauschend im Flur, um nochmals in den Raum zu Ry'Kah zurückzukehren. Geräuschlos trat er ein, ging um die schlafende Priesterin mit ihrem Kind im Arm herum und öffnete ebenso leise ein Fenster. Er wusste, dass beide so besser schliefen... Dann legte er eine weiche, leichte Decke über das Bettdeck der Yathtallar, damit es nicht zu kalt werden würde, wenn die kältesten Stunden der Nacht kamen. Er sah beide eine Weile an - dann verließ er das Schlafzimmer und begab sich selbst zur Ruhe.
Am anderen Morgen weckte Iliah ihre Mutter auf der Suche nach etwas zum Essen. Leise lachend setzte Ry'Kah sich auf und gab dem Suchen nach - um dann den Tag wie gewohnt zu beginnen.
Nermon hatte die Nacht über die Ereignisse bei Sirgal nachgedacht. Er konnte kaum schlafen. So beschloss er am Morgen Ry'Kah auf zu suchen. In den Morgenstunden stand er vor dem Haus der Preisterin. Er klopfte an und wartete. Noch immer wartete Nermon vor der Tür. Vielleicht sollte er zum Tempel gehn. Er hatte ein ungutes Gefühl, als er an den Tempel dachte. "Sei nicht so ängstlich." Er ging Richtung des Tempels. Er murmelte Schutzformel, die ihm schon seine Großmutter begebracht hatte.
Ry'Kah war nicht im Haus, sondern in die Gärten gegangen, um sich um die Nachtlilien zu kümmern. Auch wenn die Elbin eine gute Hand für Pflanzen hatte, überzeugte die Priesterin sich doch immer wieder selbst davon, dass alles in Ordnung war.
Die Diener im Haus hatten das Klopfen nicht gehört.
Khyl'Lian reagierte schnell und warf sich mit vollem Gewicht gegen die Tür, die nicht anders konnte als nachzugeben. Er stand im Flur. "Malla Yathtallar..." Seine Stimme war laut und kräftig.
Erste kleine gelbe Schleier krochen über den Boden, von dem Ry'Kah allem Anschein nach Iliah gerade aufgehoben hatte. Das Kind im Arm stand sie schwer atmend und hustend an die Wand gelehnt, die Augen geschlossen...
Ry'Kah schwankte, hustete. Das Kind in ihren Armen verhielt sich still, beobachtete sowohl Mutter, alsauch Khyl'lian aber aufmerksam. "Bring mich hinüber - schnell..." Sie brauchte Hilfe.