"Nur so ne Idee, hätte ja sein können. Also gut das einzige das ich weiss ist das ihr euren Stiefel nicht ausziehn solltet." fand Viktor. "Könnt ihr so laufen oder braucht es einen zusätzlichen Verband?"
Sowohl Amira als auch Blake warteten in ihren Gruppen auf weitere Anweisungen, wobei Letzterer seinen Begleitern nicht wirklich über den Weg traute- zugegeben, das beruhte zum Grossteil wohl auf Gegenseitigkeit...
"Na dann sollten wir gehen. Nehmen sie die Führung," ihren Blick ignoriert Viktor völlig. Seine Augen schweiften in die Runde aber er sah keine Besonderheiten, nur die flimmernde weisse Salzfläche.
Der rote Sand begrente das Gesichtsfeld - derzeit standen sie auf weißlich glitzerndem Boden - ein getrockneter Salzsee.
Fox führte nach Gehör. Sie schlug die gerade Linie in die Richtung ein, aus der sie Blake hatte schreien hören. Sie humpelte sichtbar, marschierte aber ohne zu murren.
"Wir müssen sie doch trennen. Darius lässt abmarschieren. Holt erst mal den Jungen da weg und bringt ihn in den Schatten. Entkleiden und abkühlen", wies der Truppführer bei Amira an.
Der Trupp bei Blake bekam per Signal das Präparieren und langsam Abrücken als Befehl. Blut wurde auf den Felsen hinterlassen, Kratzspuren und ein Handschuh Blakes blieben dort. Ebenso ein kleines Messer.
"Ich könnte ihn mir ansehen.", bietet Amira dem Truppführer an, "Vielleicht kann ich es ihm leichter machen, die Hitze zu ertragen."
Schweigend betrachtet Blake das Ergebnis der Präparation- es sah selbst für ihn sehr überzeugend aus. Ehe der Grünäugige still den Männern folgte, warf er noch einen Blick in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Er fragte sich, wie lange sie das durchhalten würden...
Viktor sieht sich den humplenden Gang von Fox an, er weiss allerdings: wenn er ihr mit Magie Kühlung und Linderung verschaft wird er wahrscheinlich langsamer vorwerts kommen. Er prüft den Kompass um die Richtung in der sie ging zu kennen und hoffte das sie bald aus diesem Salzsee kommen.
Die glitzernde Oberfläche zog sich bis an die Felsen heran, auf die Fox zustrebte. Sie ging langsam aber stetig in ganz gleichmäßigem Tempo - und das gefühl, bei jedem Schritt in ein Messer zu treten, wurde mit der Zeit Gewohnheit. Sie lief gleichmäßiger.
"Tun sie das, Lady", stimmte der Truppführer Amiras Angebot zu. Dann gab er ein Zeichen und zwei weißgekleidete Gestalten machten sich auf, ihren Auftrag zu erfüllen. Im Flimmern der Hitze über dem Salzsee waren sie nach wenigen Schritten nicht mehr zu erkennen. Sie führten jeder zwei große Wasserschläuche mit sich und waren wenig später mit leeren Schläuchen zurück. "Auftrag ausgeführt, Sir. Der Boden wird brechen."
Als man ihr den Scheintoten brachte, bat Amira um weitere kalte Tücher und wickelte die Handgelenke und teilweise auch die Unterarme Tom's darin ein. Weitere Tücher plazierte sie auf Bauch und Brustkorb des Mannes- nachdem man ihn aus dem Hemd gepellt und halbwegs in den Schatten gelagert hatte-, sowie auf Kopf und Stirn; das Letzte wickelte sie ihm locker um den Hals. Je nach dem wie lange die Mixtur noch wirkte, würde er ja ohnehin bald aufwachen- durch die kalten Tücher würde er sich nicht ganz so erschlagen fühlen. Amira überwachte Puls und Atmung und hielt ebenfalls einen Trinkschlauch parat...
Amira legte den Kopf schief und ihre verschiedenen Augen mustern den Soldaten- das war auch das Einzigste, was gerade von ihrem Gesicht zu sehen war. "Ich nehme mal an, Ihr habt Durst.", meint sie mit nach der Schreierei erstaunlich sanfter Stimme, "Schafft Ihr das allein, oder braucht Ihr dabei Hilfe?" Dank seines Verhaltens bei ihrem ersten Zusammentreffen bevor die Prüflinge angekommen waren, gehörte Tom zwar nicht wirklich zu dem Personenkreis, deren Mitglieder sie mochte, doch wenn sie zugesagt hatte, sich um ihn zu kümmern, dann tat Amira das auch.
Sein 'Na wunderbar' hatte sich zwar auf seine Rolle bezogen und nicht auf seine Begleiter, aber das konnte Amira nicht wissen. So nickte er nur. "Ja bitte." und murmelte kaum verständlich etwas von Kopfschmerzen.
Der Trupp bei Blke hatte den Ausruf von Fox gehört - und die Männer grinsten. Einen Captain zu duzen...
Vorsichtig, aber bestimmt, hob sie seinen Oberkörper an, um ihn halb auf ihren Knien zu lagern, damit sie ihm das Wasser sacht einflössen konnte. "Trinkt Euch ordentlich satt.", weisst sie Tom leise an, "Eure Kopfschmerzen sind aller Wahrscheinlichkeit nach ein erstes Zeichen von Dehydrierung und eine Folge von Eurer schauspielerischen Leistung."